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 Die weite Ebene

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BeitragThema: Die weite Ebene   Do Jan 19, 2017 3:59 pm

das Eingangsposting lautete :



Zur Grenze des dichten Waldes findet man die letzten hohen Tannen, bis sie von einer weiten Ebene abgelöst werden. Am Horizont erkannt man die hohen Gebirge, wo nur wenige Katzen je dagewesen waren. Die Farben an der weiten Ebene wechseln sich mit jedem Blattwechsel ab. In der Blattfrische ist alles in ein sanftes grün getaucht, während in der Blattgrüne die Wiese durch das Aufblühen des Löwenzahns gelb wird. In der Blattleere wirken die Berge bedrohlicher, dunkler und auch die starken Farben wirken verwaschen. Um Beute zu erlegen braucht man ein gutes Auge. Nicht nur um zu jagen, sondern auch um Feinde auf der kahlen Fläche zu entdecken.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Sa Jul 01, 2017 1:19 pm

Die Katze war nicht begeistert, dass ich sie um Hilfe bat. Es war auch eigentlich nicht meine Art, aber sie lebte hier schon etwas länger und kannte sich bestimmt besser aus als ich, also war ich auf sie angewiesen. Natürlich musste sie erst noch einen schnippischen Satz loswerden. Dann fragte sie mich nach meinem Bruder. Ich blickte betreten auf den Boden. "Mein Bruder ist... tot" flüsterte ich, "seit ein paar Tagen. Ich habe ihn sterben sehen. Und ich konnte nichts machen, außer weg zu laufen." Sie willigte schließlich ein mir zu helfen und ermahnte mich, dass man Kräuter sammeln musste bevor man sich verletzt. "Ich bin ja gerade erst angekommen mit nichts außer meinem Leben. Wie soll ich denn da etwas gesammelt haben?" antwortete ich mit einem genervten Ton. Warum musste sie mir jetzt auch noch eine Moralpredigt gehalten. Hätte ich unterwegs angehalten um eine paar dumme Blumen zu pflücken wäre ich überhaupt nicht so weit gekommen wie ich jetzt bin. Sie stand also auf und zeigte mir an ihr zu folgen. Ich erhob mich langsam, "Ja ich kann noch laufen. Jagen kann ich ja auch noch." Mit diesen Worten folgte ich der Schwarz-Weißen in den Wald.

---> Waldquelle
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 9:18 am

<---- Waldquelle

Die Schwarz-Weiße hörte erst auf zu rennen, als sie den Eingang ihrer Höhle erreichte. Ihre flanken bebten und ihre Lungen schrien nach Luft. Erschöpft ließ sie sich auf den kühlen Steinboden fallen und versuchte ihre Atmung zu regulieren. War der Schwarze ihr gefolgt? Sie wusste es nicht, denn sie hatte ihn unterwegs überholt und irgendwann sogar abgehangen. Tränen der Erleichterung kullerten über ihre Wange und tropften auf den Boden. Es geht einfach nicht, ich dachte ich könnte es aber es geht einfach nicht! dachte sie frustriert und fuhr die langen schwarzen Krallen dabei ein und aus. Wie soll ich je wieder fremden Katzen trauen? Und warum sollte ich auch? Ich komme sehr gut alleine zurecht, dachte die Kätzin und ertappte sich sofort selber gerade gelogen zu haben. "Nein, tust du nicht," hörte sie Birkes tiefe Stimme. "In der letzten Blattleere wärst du fast verhungert und niemand hat dich versorgen können, als der Dachs dich überraschte und angriff. Du wärst beinahe verblutet!" - Aber ich lebe noch! schrie sie innerlich und begutachtete ihre Zahlreichen Narben. Ich bin nicht stolz darauf, auch wenn ich manchmal so tue als ob. Sie schloss die Augen und hoffte heimlich, dass der Fremde ihr folgen würde. Sie wollte nicht mehr alleine sein.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 9:42 am

<--- Waldquelle

Einige Zeit nach der Schwarz-Weißen erreichte ich ihre Höhle wieder. Sie hat mich überholt und rannte als ob ihr Leben davon abhing. Sie hatte Angst gehabt als wir von der Waldquelle verschwanden. Ihr Schweif peitschte wild umher und ihre Hinterläufe zitterten so stark, dass ich überrascht war, dass sie überhaupt laufen konnte. Wovor hatte sie solche Angst? Das waren doch bloß ein paar Katzen. Ich überlegte was ihr wohl zugestoßen sein konnte, diese Angst schien nicht unbegründet zu sein. "Hey. Ist alles in Ordnung bei dir? Du siehst total fertig aus." fragte ich die Fremde vorsichtig. Wahrscheinlich wird sie mir nur wieder sarkastisch antworten und mir sagen, dass mich das nichts angeht. dachte ich mir sowie ich meine Frage ausgesprochen hatte. Ich begann meine Wunden zu lecken um sie zu säubern und versuchte mich daran zu erinnern wie das mit dem Kerbel nochmal funktioniert hat. "Ach Mäusedreck. Wofür brauche ich diesen Stängel überhaupt?" murmelte ich vor mich hin.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 9:57 am

"Nessel," murmelte die Kätzin erschöpft, nachdem der schwarze Kater tatsächlich zurück gekommen war. "Ich heiße übrigens Nessel." Sie war erleichtert, dass sie nun gemeinsam wieder in Sicherheit waren und nahm dem Kater den Kerbel aus der Pfote. "Gib her," miaute sie und begann den Stängel samt Blüten langsam zu kauen. Sie richtete sich auf und beugte sich über den Schwarzen, dann ließ sie den Saft aus ihrem Maul auf dessen offene Wunden tropfen. Sie spürte wie er zusammenzuckte, was sie sogar ein Stück weit amüsierte. "Tut mir Leid, dass ich so schnell gerannt bin aber ich fühle mich nicht wohl unter so vielen Fremden." Die Kätzin beendete die provisorische Behandlung und verließ kurz ihren Bau, um die bitteren Pflanzenreste auszuspucken. Ich wünschte ich könnte den ekelhaften Geschmack mit ein wenig Frischbeute loswerden! dachte sie und spürte ihren Magen erneut knurren. Die schmale Elster hatte nach den Tagen ohne Nahrung nicht viel bewirkt. Sie zwängte sich wieder durch den engen Felsspalt und legte sich hin. "Bis deine Wunden weitestgehend verheilt sind wird es ungefähr zwei Tage dauern," teilte sie ihre Erfahrung mit. "Wenn du dich davor zu viel bewegst reißen sie wieder auf und entzünden sich."
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 10:25 am

Die Fremde schien sogar glücklich zu sein, dass ich zurück gekommen war. Sie sagte mir dass sie Nessel heißt während sie mir den Kerbel aus der Pfote nahm und ihn zerkaute. "Freut mich Nessel. Ich bin Asche." sagte ich und zuckte leicht zusammen als der Kerbelsaft auf meine Wunde tropfte. "Verdammt das brennt ja mehr als die Wunde selbst." fluchte ich, aber es schien die Schwarz-Weiße zu amüsieren. Sie entschuldigte sich dafür dass sie so schnell gerannt war. Ich wusste doch, dass irgendetwas nicht stimmt. "Hast du schlechte Erfahrungen gemacht mit Fremden?" fragte ich interessiert. Vor mir schien sie keine Angst zu haben, jedenfalls ist es mir nicht aufgefallen. Als sie ihre Behandlung beendet hat inspizierte ich meine Wunden und stellte fest, dass der Schmerz langsam zurück ging. Dann kann ich ja bald wieder losziehen und die mir immer noch unbekannte Gegend erkunden. Diese Illusion nahm mir Nessel aber gleich wieder, wie sie wieder in ihren Bau kam. "Zwei Tage? Ich soll zwei Tage hier liegen und nichts tun?" schnaubte ich leicht. Was soll ich denn zwei Tage hier in einer dunklen Höhle? So schlimm waren die Wunden nun auch nicht.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 10:35 am

Der schwarze Kater stellte sich als Asche, was irgendwie unpassend war, da er schwarz und nicht grau war, vor. Vielleicht war er als Junges dunkelgrau, überlegte sie und verwarf diesen unwichtigen Gedanken gleich darauf wieder. Nesseln sind ja auch nicht schwarz-weiß aber sie wurde eher nach ihrem Charakter benannt als nach ihrem Aussehen. Zumindest glaubte sie das. Als Asche fragte, ob sie schlechte Erfahrungen mit Fremden gemacht hatte, schluckte sie schwer und nickte leicht. Ihre Worte blieben ihr im Hals stecken und es dauerte eine Weile, bis sie etwas gescheites sagen konnte. "Ich hatte mal einen Gefährten, er hieß Birke," begann sie zögerlich. "Er... wurde brutal getötet von ein paar Streunern. Anfangs wirkten sie nett und teilten Beute mit uns aber..." Nessel verstummte. Sie war noch nicht soweit ihre ganze Geschichte zu erzählen. "Tut mir Leid, ich kann nicht," hauchte sie und starrte betreten auf ihre weiße Pfoten.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Jul 06, 2017 10:57 pm

Nessel erzählte mir ihre Geschichte und ich war tief betroffen. Es erging ihr wohl genauso wie mir. Sie sah die Katze, mit der sie die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hatte, vor ihren Augen sterben. Das war für niemanden leicht und ich wünschte es auch niemandem diese Erfahrung machen zu müssen. "Das tut mir Leid. Wirklich." versuchte ich die Schwarz-Weiße zu trösten, doch ich wusste, dass solche Worte mehr so dahin gesagt waren, als dass sie wirklich etwas bewirken würden. "Du musst mir nicht alles erzählen. Mach es wenn du dich bereit dazu fühlst." Es war schwer über so ein Thema zu sprechen und ich wollte sie zu nichts zwingen. Ich stupste sie leicht mit der Pfote an, "Aber Kopf hoch. Es kommen auch wieder bessere Tage. An denen du auch wieder lachen kannst und dir keine Sorgen machen musst." Ich hoffe meine aufmunternden Worte halfen wenigstens etwas. Ich konnte nicht mit ansehen wie sie da vor mir saß und in Trauer versank. "Apropos Sorgen. Ich finde es süß wie du dir Sorgen über meine kleinen Kratzer machst." versuchte ich das Thema auf etwas anderes zu lenken.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Mi Jul 12, 2017 4:33 pm

Nessel seufzte schwer. Irgendwie spürte sie eine große Erleichterung, nachdem sie ihre Geschichte mit Asche geteilt hatte. Auf der anderen Seite kam sie sich etwas dumm und angreifbar vor, da der Schwarze nun so viel persönliches von ihr wusste. Er selber hatte etwas schreckliches erlebt, den Verlust seines Bruders, und trotzdem war sein Gemüt sonnig. Wie macht er das nur? fragte sich die Kätzin und betrachtete ihn argwöhnisch. Als er dann meinte, er fände es süß, wie sie sich über seine Kratzer sorgte, stellte sich Nessels Nackenfell auf. "Ach sei ruhig, du hast doch keine Ahnung," brummte sie verlegen und begann ihre Pfoten nebenher zu waschen. "Wenn die Wunden eitern und schmerzen, als würde sich ein Schwarm Bienen unter deiner Haut tummeln - dann reden wir nochmal." Ihre gelben Augen blickten kurz auf, dann wandte sie sich wieder ihrer Wäsche und fragte leise: "Wie ist dein Bruder gestorben?"
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Sa Jul 15, 2017 12:05 am

Ich hörte Nessel seufzten, als sie mir ihre Geschichte erzählt hatte. Anscheinend hatte sie noch mit niemanden darüber gesprochen, sie schien aber erleichtert zu sein mit jemandem reden zu können. Was sie sich wohl denkt. Sie sieht mich so komisch an. fragte ich mich und legte den Kopf leicht schief. Auf meine Bemerkung, dass ich es süß fand wie sie sich um mich kümmert bekam ich wieder eine pampige Antwort, ich hatte aber auch mit nichts anderem gerechnet. Sie ließ niemanden zu nahe an sich heran um nicht angreifbar zu sein, eine gesunde Einstellung. Eigentlich verhielt ich mich auch so, aber bei der Schwarz-Weißen hatte ich das Gefühl ihr mehr erzählen zu müssen. Warum wusste ich nicht, sei es um meine Sorgen loszuwerden oder um ihr einfach zu sagen, dass sie es garnicht so schlecht hat und es Katzen gibt die ein viel schlimmeres Schicksal hatten. "Ich hatte schon viele Wunden und es hatte sich noch nicht eine entzündet. Ich glaube nicht, dass es ausgerechnet jetzt damit anfängt." versuchte ich gegenzuhalten. Auf einmal wurde sie ganz still und fragte dann leise wie mein Bruder gestorben sei. Auch ich wurde still und schluckte schwer. Mit einem Mal war meine gute Laune wieder weg und Wut, Trauer und Unverständnis kamen auf. "Wir... wir waren oben in den Bergen unterwegs..." fing ich langsam an, die Bilder waren klar vor mir, als könnte ich sie greifen, aber ich wusste nicht wie ich es in Worte fassen sollte, "Wir waren auf der Suche nach etwas zu fressen, als wir ein Rascheln neben uns hörten. Wir dachten wir wären fündig geworden und machten uns bereit zum jagen. Aber wir lagen falsch... Plötzlich kam etwas aus dem Gebüsch gesprungen und innerhalb von einer Sekunde wurden wir vom Jäger zum Gejagten." Mir lief es kalt den Rücken herunter wenn ich alleine daran zurück dachte."Ich weiß nicht was das war. Es war riesig, bestimmt dreimal so groß wie ich, mit messerscharfen Krallen und spitzen Zähnen. Wir liefen weg, hatten aber keine Chance. Das Monster war viel schneller. Es sprang auf meinen Bruder und riss ihn runter." Ich wollte diese Bilder nicht mehr in meinem Kopf haben, ich wollte es vergessen, verdrängen, irgendwas. Langsam senkte ich meinen Kopf. "Ich hörte meinen Bruder schreien aber es war zu spät. Mit einem einzigen Biss war sein Genick gebrochen und ich konnte nur noch laufen." Das wars. Ich hatte es erzählt und Nessel würde mich für einen Feigling halten, weil ich nicht an der Seite meines Bruders gekämpft habe. Aber was hätte ich tun sollen. Alleine hätte ich es nie mit diesem.. Ding aufnehmen können. Beschämt drehte ich mich weg von der Schwarz-Weißen und fing langsam an meine Pfoten zu waschen. Warum habe ich das alles erzählt. Ich kenne sie doch fast nicht.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Sa Jul 15, 2017 2:56 pm

Bei Asches erster Aussage verdrehte die Schwarz-Weiße ihre gelben Augen. Er hat doch offensichtlich keine Ahnung von der Behandlung von Verletzungen, wieso muss er also ständig wieder anfangen darüber zu diskutieren? Nessel behielt diesmal ihre Gedanken aber für sich und peitschte lediglich genervt mit der schwarzen Schwanzspitze. Dann begann der Kater von seinem Bruder zu erzählen und dass sie oben in den Bergen waren. Nessels Augen weiteten sich vor entsetzen, als Asche von einem Ungeheuer sprach, dreimal so groß wie er und mit messerscharfen Krallen und Zähnen. Die Kätzin schluckte schwer und spannte ihre Muskeln an. Ihre Mutter hatte ihr von dieser Kreatur erzählt wenn sie unartig war. Nessel dachte bis heute, dass es sich dabei nur um eine schlechte Geschichte handelte. Sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass Asche sie anlügen würde. Seine Wunden und seine Trauer waren definitiv echt. Nachdem der Kater sein Erlebnis zu ende erzählt hatte, drehte er sich offensichtlich beschämt weg und begann seine Pfote zu waschen. Nessel spürte das ungeheure Verlangen den Kater zu trösten, doch sie fand einfach keine passenden Worte. Stattdessen streckte sie ihre Pfote aus und berührte damit seine. Sie blickte dem gelben Mitfühlend in die Augen und ein seltsames Kribbeln entstand, wo sie den Kater berührte. Nach einer Weile der Stille zog sie ihre Pfote zurück und räusperte sich. "Wenn du willst kannst du etwas länger bleiben als zwei Tage. Wir haben beide unsere Familie verloren und wer weiss? Vielleicht war es Schicksal, dass du vor meinem Bau zusammengebrochen bist." Ein zaghaftes Lächeln huschte über ihre Lippen. "Aber vorher müssen wir ein paar Dinge klären, solltest du hier einziehen wollen. Ich mag nämlich keine Unordnung in meinem Bau und brauche auch Privatsphäre!"
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Di Jul 25, 2017 10:02 pm

Ich war etwas überrascht als Nessel ihre Pfote auf meine legte und offensichtlich Mitgefühl mit mir zeigte. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich wusste im ersten Moment nicht wie ich darauf reagieren sollte. Ich blickten auf und sah, wie sie mir direkt in die Augen blickte. Ich fühlte ein merkwürdiges Kribbeln und war etwas überfordert in dieser Situation. Fühlte sie das auch? Liegt das an mir? Bilde ich mir da etwas ein wo nichts ist? Fragen über Fragen häuften sich aber ich bekam keine einzige davon heraus. So schwiegen wir uns eine Weile an und genossen einfach die Zweisamkeit. Nach einer Weile zog Nessel ihre Pfote wieder zurück und bot mir an länger in ihrem Bau zu bleiben. "Das fände ich sehr schön. Eine warme Höhle und nette Gesellschaft kann nie schaden." Ich lächelte die Schwarz-Weiße an und fühlte eine Verbundenheit zu ihr, die mir vorher nicht aufgefallen war. Wir hatten beide unsere Familien verloren und versuchten uns alleine durchzuschlagen. Warum dann nicht zusammen? Nessel stellte aber als Erstes noch einige Regeln auf und ich musste innerlich grinsen. Das war die Nessel, die ich am Morgen kennen gelernt hatte. "Für die Unordnung die ich schon angerichtet habe entschuldige ich mich natürlich. Und das mit der Privatsphäre bekommen wir auch hin." miaute ich der Schwarz-Weißen zu und streckte mich dann langsam, um die Wunden nicht wieder aufzureissen. Es wurde langsam Abend und die letzten Tage steckten mir immer noch in den Knochen.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   So Jul 30, 2017 11:50 am

Nessel war beeindruckt, dass Asche ihre wenig ernst gemeinten Forderungen so widerstandslos hinnahm und lächelte leicht. Ihre Mundwinkel waren es gar nicht mehr gewohnt so viel an einem Tag zu lächeln. Du warst echt lange allein! hörte sie sich selber sagen und legte sich dabei auf die Seite. Aber damit ist jetzt Schluss. Asche könnte ein richtig guter Freund werden. Hoffentlich verlässt er mich nicht, sobald er genesen ist. Unwohlsein breitete sich plötzlich wie eine Welle in der Kätzin aus. War es ein Fehler sich so schnell auf jemand völlig fremdes einzulassen? Was, wenn er ihr weh tat? Sie dachte an Birke zurück und seinen qualvollen Tod. Niemand kann dir je wieder so sehr wehtun, dachte Nessel und schloss die Augen. Sie versuchte die schrecklichen Bild aus ihrem Kopf zu verdrängen und dachte stattdessen lieber an die vielen Ereignisse des Tages. Wer waren diese fremden Katzen am Blätterteich gewesen? Den braungetigerten Kater mit dem langen Fell hatte sie irgendwo schon mal gesehen aber der Rest war ihr gänzlich unbekannt. Schlaf schwappte endlich über Nessel und sie driftete in einen unruhigen Schlaf.

Nächster RPG Tag

Noch bevor die ersten Sonnenstrahlen durch den Felsspalt in der Wand scheinen konnten, war Nessel bereits auf den Pfoten. Sie hatte nicht wirklich gut geschlafen und war müde, hatte aber Angst davor noch einmal einzuschlafen und von schrecklichen Dingen zu träumen. Stattdessen begann sie mit einer ausführlichen Wäsche und zupfte kleine Äste und Moosstückchen aus ihrem Fell, bis es schön glänzte. Zufrieden richtete sie ihr Nest ordentlich und schlich an Asche vorbei, aus ihrer Höhle heraus. Die Luft roch nach Regen und das leichte Grollen eines herannahenden Gewitters kündigte sich in der Ferne an. Ich sollte lieber versuchen etwas zu jagen, bevor die ganze Beute sich vor dem Unwetter zurückzieht, dachte die Schwarz-Weiße und lief in Richtung der einzelnen Baumgrüppchen, die willkürlich auf der weiten Ebene verstreut waren. Ich glaube nicht, dass Asche nein sagen wird zu einem Stück warmer Frischbeute, überlegte Nessel und freute sich insgeheim darauf, seit langem mal wieder, Beute mit einer anderen Katze zu teilen. Sie schärfte all ihre Sinne und begann mit der Jagd.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   So Jul 30, 2017 11:50 am

'Nessel' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel


'Jagd-Würfel (1-10)' : 1, 6
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Mi Aug 02, 2017 9:16 am

Die Schwarz-Weiße kroch lautlos durch das Unterholz. Ihre Ohren waren nach vorne gerichtet und ihr Blick starr. Sie hörte das leise Rascheln von Beute und machte einen Schritt in die Richtung. Sie bemerkte den erdigen Geruch einer Maus, doch ihr Schweif streifte einen trockenen Ast, der sofort knackte. Ein kurzes quieken und schon war der Nager in einem Loch verschwunden. "Mäusedreck!" zischte Nessel und versuchte die Maus aus zu graben, doch der Tunnel war zu tief und hatte vermutlich noch einen weiteren Ausgang irgendwo in der Nähe. Sie entschied sich weiter zu ziehen und versuchte ihr Glück auf den Ebenen. Nach einiger Zeit entdeckte sie ein hellbraunes Kaninchen und stürmte los, als sie nahe genug dran war. Sie fixierte den weißen Bommel des Tieres und erwischte es überraschend schnell. Es hatte nicht einmal Anstalten gemacht ihr zu entkommen und jetzt sah Nessel auch warum. Der Körper des Kaninchens war ganz geschwollen und an einigen Stellen fehlte ihm Fell. Stattdessen war rissige, wunde Haut zu sehen. Die Schwarz-Weiße spuckte sofort ihre Beute aus und schüttelte sich angewidert. Es ist krank, wenn ich es fresse werde ich ebenfalls krank! dachte sie genervt und begann den Leichnam zu verbuddeln, damit kein weiteres Tier sich anstecken würde. Hoffentlich hat es sich noch nicht ausgebreitet, dachte sie besorgt und zuckte mit dem Ohr. Der Appetit war ihr sowieso vergangen, also konnte sie auch zurück zu Asche laufen. Auf halbem Weg kam sie an dem Grab ihres Gefährten und Sohnes vorbei. Lediglich ein paar Steine guckten noch zwischen dem Moos und den Wildblumen hervor. Nach all den Blattwechseln würde kaum einer vermuten, dass dies hier ein Grab war. Ein einzelner Stein lag seitlich neben dem Haufen, er war offensichtlich mit dem letzten Regen herunter gespült worden. Vorsichtig nahm Nessel ihn hoch und legte ihn zurück auf die Spitze. Sie setzte sich und betrachtete die weißen und gelben Blumen nachdenklich. Weiß wie Birke und Gelb wie kleine Sonne. Die Natur hat sich das Leben zurückgeholt, dass sie uns einst geschenkt hatte. Traurig ließ die Kätzin ihren Kopf sinken und dachte an die kurze Zeit zurück, als alle drei noch zusammen waren. Eine kurze aber glückliche Zeit.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Fr Aug 04, 2017 10:32 am

Nessel sagte nichts mehr sondern drehte sich auf die Seite, was ich als Zeichen deutete, dass sie schlafen möchte. Ich drehte mich also auch um und lies die Geschehnisse des Tages noch einmal vor meinen geschlossenen Augen vorbei laufen. Ich hätte niemals erwartet mich so schnell wieder zusammen mit einer anderen Katze zu zweit in einer Höhle zu befinden, nach dem Tod meines Bruders hatte ich beschlossen alleine weiter zu ziehen. Aber irgendetwas hielt mich hier bei der Schwarz-Weißen Kätzin. Du magst sie! hörte ich eine Stimme in meinem Kopf sagen wischte den Gedanken aber gleich wieder weg. Ich habe keine Zeit für sowas. versuchte ich mir einzureden, wusste aber, dass ich mich nur selbst anlog. Mit diesen wirren Gedanken schlief ich endlich ein und träumte von Wind, riesigen Kreaturen mit scharfen Fängen und Klauen und zu meiner Überraschung auch von Nessel.

Nächster RPG Tag

Als ich langsam aus dem Reich der Träume erwachte war ich alleine in der Höhle und die ersten Sonnenstrahlen drangen schon in die kleine Höhle. Mit einem herzhaften Gähnen streckte ich mich erst einmal und fing an mein Fell zu putzen. Die Wunden schienen schon etwas besser geworden zu sein, sie taten nämlich nicht mehr ganz so weh und so entschied ich mich dafür aufzustehen, auch wenn Nessel mir aufgetragen hatte mich nicht zu bewegen. Ich werde bestimmt keine zwei Tage sinnlos herum sitzen. Solange ich bei Bewusstsein bin hält mich niemand davon ab mich zu bewegen. Etwas vorsichtig trat ich aus dem Bau um nicht gleich am Anfang die Wunden wieder aufzureißen. Von Nessel war weit und breit keine Spur, Sie wird wohl jagen gegangen sein. Ich wollte mich auch nützlich machen und machte mich bereit selbst etwas Beute zu erlegen.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Fr Aug 04, 2017 10:32 am

'Asche' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel


'Jagd-Würfel (1-10)' : 1, 6
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Mi Aug 09, 2017 10:35 am

Leise schlich ich mich durch hohes Gras bis ich einige Meter vor mir den Schatten eines Vogels ausmachen konnte. Nahezu lautlos bewegte ich mich in Sprungreichweite und spannte meine Muskeln an. Dummerweise hatte ich nicht bedacht, dass meine Wunden mich beeinträchtigen würden und so landete ich wenige Zentimeter vor der Elster. Diese kreischte laut und flog davon. Daraufhin beschloss ich ein einfacheres Ziel zu wählen und machte mich wieder auf die Suche. In einer kleinen Erdmulde fand ich einen jungen Hasen der nicht auf seine Umgebung achtete. Perfekt. Er wird garnicht wissen wie ihm geschieht. In Kauerstellung kroch ich ganz nah an den Hasen heran und sprang dann direkt auf ihn. Das Tier sprang auf und schaffte es tatsächlich mich abzuwerfen, Hacken schlagend lief der Hase davon und ich blieb auf dem Boden liegend zurück. Na toll. Nessel wird mich auslachen wenn ich zurück komme. Niedergeschlagen machte ich mich auf den Weg zurück zu Nessels Höhle und überlegte mir wie ich sonst etwas zu fressen bekommen könnte. Hoffentlich hat die Schwarz-Weiße genug für uns beide gefangen. Durch die Jagd musste ich ziemlich vom Weg abgekommen sein, denn die Richtung in den ich den Bau vermutete stellte sich als ziemlich falsch heraus. Ich versuchte mich zu erinnern wo ich lang gelaufen bin und irrte etwas umher. Nach kurzer Zeit zog mir ein bekannter Duft in die Nase und ich steuerte darauf zu. Es war Nessel, doch sie war nicht bei ihrem Bau sondern saß vor einem Hügel mit gelben und weißen Blumen darauf. Dieser Ort musste eine große Bedeutung für sie haben, sie blickte auf den Boden und sah ziemlich traurig aus. Langsam ging ich auf sie zu setzte mich dann neben sie. "Hey ist alles in Ordnung? Du siehst mitgenommen aus." fragte ich die Kätzin und blickte sie dabei mitfühlend an.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Mi Aug 09, 2017 5:18 pm

Eine tiefe aber sanfte Stimme holte Nessel aus ihren Gedanken zurück. Sie bemerkte Asches mitfühlenden Blick und deutete auf das bewachsene Grab vor ihr. "Mein Gefährte und mein Sohn liegen hier," miaute sie heiser und kämpfte mit den starken Emotionen in sich. Ihre Vorderpfoten zitterten leicht und Nessel hatte das Gefühl ihre schwere Bürde nicht mehr tragen zu können. Asche, der sich inzwischen neben sie gesessen hatte, sagte nix. Sie lehnte sich an seine kräftige Schulter und seufzte auf. Es war schön nicht mehr alleine zu sein. "Vor mehr als acht Blattwechseln kam eine Gruppe fremder Katzen in das Tal. Sie wollten es für sich beanspruchen und scheuten sich nicht davor andere für ihre Bedürfnisse zu bestehlen oder gar zu töten," begann die Schwarz-Weiße und spürte Hass in sich aufkommen, so bitter wie Mäusegalle. "Sie wollten uns erst zwingen als welche ihresgleichen zu leben, doch wir lehnten ab. Dann wollten sie uns unseren einzigen Sohn nehmen und töteten Birke binnen weniger Herzschläge, als er mich und gelbe Sonne verteidigte." Ein tiefes Knurren drang aus Nessels Kehle und ihre Krallen bohrten sich schmerzhaft in den trockenen Boden unter ihr. "Wenigstens ist er schnell gestorben... mich haben sie so schlimm zugerichtet, dass sie mich für tot hielten aber ich war es nicht. Ich sah ganz genau, wie sie meinen Sohn zwangen mit ihnen zu gehen und seine sterbende Mutter zurückzulassen." Ein Zitronenfalter landete vor Nessels Pfoten auf einer der gelben Wildblumen. Sie beobachtete ihn eine Weile still, bis er genug Nektar gesammelt hatte und wieder davon flog. Dann miaute sie zum Schluss leise: "Irgendjemand fand mich und trug mich zurück in meine Höhle, versorgte sogar meine Wunden ... einige Sonnenwechsel später wachte ich auf und machte mich sofort auf die Suche nach meinem Sohn. Ich fand seinen winzingen Leichnahm am Waldrand und brachte ihm zu seinen Vater." Mit glasigen Augen sah die Schwarz-Weiße zu Asche und versuchte seinem goldenen Blick stand zu halten, doch die Trauer übermannte sie und leise schluchzend vergrub sie ihr Gesicht in seinem dichten Fell. Sie hatte gerade nicht genug Kraft, um die starke und unabhängige Nessel zu sein. Stattdessen ließ sie ihre lange vergrabenen Emotionen raus und spürte Erleichterung.
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Asche
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Männlich Rang : Einzelgänger
Gefährte : //
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Mi Aug 09, 2017 11:29 pm

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Nessel sich auf einmal öffnen würde und sich von ihrer anderen Seite zeigte. Das war nicht mehr die Nessel die ich bisher kannte. Ein leichter Ruck ging durch mich, wie sie leise sagte, dass hier ihr Gefährte und ihr Sohn liegen würden. Die Schwarz-Weiße lehnte sich an meine Seite und begann ihre Geschichte zu erzählen. Ich musste selbst fast mit den Tränen kämpfen, so herzzerreißend schilderte sie was damals passiert ist. Einerseits war ich schockiert, andererseits brodelte eine kochende Wut ihn mir auf. Welche Katze töten ein Junges? Auch aus meiner Kehle drang ein tiefes Knurren und ich nahm mir vor diesen ehrenlosen Streunern das gleiche Schicksal zu bereiten, welches sie dem jungen gelbe Sonne angetan hatten. Mit meinen goldenen Augen blickte ich direkt in die der Schwarz-Weißen und versuchte etwas Ruhe auszustrahlen, doch die Kätzin brach ein und drückte sich schluchzend in mein Fell. Tröstend legte ich meine Schwanzspitze auf ihre Schulter. "Du musst dir keine Sorgen mehr machen. Ich bleibe an deiner Seite und beschütze dich." brummte ich ihr mit meiner tiefen Stimme zu. Ich konnte ihren Verlust nicht mehr wett machen, aber ich konnte zumindest dafür sorgen, dass sie überleben würde. Es war bloß eine kurze Zeit, die wir uns jetzt kannten, aber ich war jetzt schon bereit alles für Nessel zu tun. Ihr Schicksal nahm mich sehr mit und ich konnte ihre anfängliche Abneigung jetzt sehr gut verstehen. Da ich wusste, dass jeglichen Worte ihr im Moment nicht helfen würden rückte ich einfach ein Stück näher an sie heran um ihr ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu geben.
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Nessel

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Weiblich Clan : Einzelläuferin
Rang : ausgewachsen
Gefährte : Birke ✝
Besondere Merkmale : V-Riss am rechten Ohr, auffällig lange schwarze Krallen,

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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Aug 10, 2017 7:16 pm

Nessel spürte kaum, wie Asche während ihrer Erzählung knurrte oder ihm selber beinahe die Tränen kamen. Sie war viel zu sehr auf sich und ihre emotionale Beherrschung konzentriert, bis ihre schützende Mauer schließlich einriss und sie sich trauernd in dem Fell des schwarzen Katers vergrub. Es vergingen einige Herzschläge, bis Asche tröstend seine Schweifspitze auf ihre Schulter legte und meinte, dass sie sich keine Sorgen mehr machen müsse, da er ab nun an ihrer Seite sei und sie beschütze. Überrascht blickte die Schwarz-Weiße auf, ihre Nasen waren bloß eine Krallenlänge voneinander entfernt und sie spürte seinen heißen Atem auf ihren verweinten Wangen. Eine letzte Träne lief über darüber und tropfte auf den trockenen Boden, der sie sofort gierig auf sog. Eine neue Welle der Stärke schwappte über Nessel und Entschlossenheit brannte sich in ihre gelben Augen. "Ich will Rache, Asche. Ich will Rache für Birke und meinen Sohn." Sie wusste, das die Chancen eher gering waren nach so vielen Blattwechseln die Mörder ihrer Familie zu finden - doch wer weiss? Das Schicksal hatte manchmal die verrücktesten Dinge mit einem vor. Gemeinsam mit ihrem neuen Weggefährten würden sie es vielleicht sogar schaffen diese Katzengruppe von damals ausfindig zu machen. Ein plötzliches Rascheln unterbrach die Stille zwischen den beiden. Nessel öffnete ihr Maul und sog den starken Geruch von Kaninchen ein. Ihr Magen fing sofort an zu knurren bei dem Gedanken an die Frischbeute und sie gab Asche ein Zeichen zu warten. In einem weiten Bogen entfernte sie sich von dem Schwarzen und kroch lautlos auf das Beutetier zu. Als sie es von der anderen Seite umrundet hatte, explodierte sie aus dem hohen Gras und rannte mit einem furiosen Schrei auf das Kaninchen zu, das nun panisch in Asches Richtung rannte.
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BeitragThema: Re: Die weite Ebene   Do Aug 10, 2017 7:16 pm

'Nessel' hat folgende Handlung ausgeführt: Würfel


'Jagd-Würfel (1-10)' : 8
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