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 Waldquelle

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Schnee
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BeitragThema: Waldquelle   Do Jan 19, 2017 4:32 pm

das Eingangsposting lautete :



Der kleine Fluss, der aus den Bergen kommt und später in den Grenzfluss hineinfließt, durchquert auch den tiefen Wald. Entlang seines Ufers liegen große Steine, mit Moos besetzt. Auch Äste oder tote Baumstämme liegen dort. Die Waldquelle ändert ihr immergrünes Aussehen nie und bietet so auch in der Blattleere Beute an, da sich kleine Nager zwischen den engen Felsspalten zu verstecken versuchen. Auch Bäume wachsen hier sind aber deutlich kleiner und schmaler, verglichen zu den hohen Bäumen.
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Schatten

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BeitragThema: Re: Waldquelle   So Jul 02, 2017 9:57 pm

Wie erwartet drehte sich die Kätzin überrascht, zu meiner Freude aber nicht total schockiert um. Ich mochte einfach keine Katzen, welche sich nicht ihrer Stärke bewusst waren oder sich trotz dieser wie kleine Junge benahmen. Zudem entgegnete sie lächelnd, dass sie nicht von hier wäre. Ihrer Musterung bewusst nickte ich beiläufig und erwiderte mit verschmitzten Lächeln:“Gut so, denn entweder wärst du mir schon aufgefallen oder überraschenderweise eine Eigenbrötlerin, welche hier herumgeistert.“ Währendessen tastete ich mich innerlich langsam an ihren Charakter heran, was bei ihr irgendwie schwieriger war, als bei den meisten sonstigen, egoistischen Streunern welche ich angetroffen hatte und welche fast alle die gleichen Hintergründe, Vergangenheiten und Gedanken teilten. Wenigstens kann ich sagen, dass sie nicht sehr misstrauisch erscheint, ansonsten hätte sie die Tatsache, dass sie nicht von hier ist, vermutlich nicht zugegeben. Vermutlich ist sie eher jemand von der ehrlichen, selbstbewussten Sorte, grübelte ich und musterte sie kurz wie ein Rätsel, welches man nur knacken musste. Im nächsten Moment jedoch fragte sie mich in einem mir ähnlich herausfordernden Ton, ob ich hier wäre um ihr nach zu spionieren oder aus einem anderen Grund. Kurz runzelte ich irritiert die Stirn, ließ es dann aber sofort. Sie dachte wohl ich hätte sie vorhin schon gesehen, ging mir auf und ich schüttelte als friedfertige Geste den Kopf. „Ich muss dich in diesem Sinne enttäuschen, auch wenn man es mir zu trauen könnte. Aber eigentlich bin ich hergekommen, um mir zeigen zu lassen, wie man fischt. Jedoch hast du mir ja schon eine beeindruckende Vorstellung demonstriert,“ ich lächelte leicht und imitierte präzise ihre Hiebbewegung von vorhin, ehe ich mich gelassen setzte,“dann war ich natürlich neugierig und den Rest kennst du ja. Ich heiße übrigens Schatten.“ Ich nickte ihr erneut zu und begann dann entspannt meine Pfote zu putzen, wandte jedoch als Zeichen meines leichten Misstrauens meinen Blick nicht von der noch namenlosen Kätzin ab.

[angesprochen: Lotus]
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Asche
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mo Jul 03, 2017 11:28 am

Eine ganze Weile durchstreifte ich den Wald auf der Suche nach der Pflanze, die die Fremde mir beschrieben hatte. Ich hatte viel Zeit nachzudenken. Was sollte ich tun nachdem ich meine Wunden versorgt und wieder zu Kräften gekommen war? Entweder ich zog weiter und versuchte mein Glück woanders. Oder ich blieb noch etwas hier und wartete was die Zukunft für mich geplant hat. Ich will nicht komplett alleine sein. überlegte ich mir. Seit ich denken kann war mein Bruder immer an meiner Seite gewesen. Ich musste nicht viele andere um mich herum haben, aber zu zweit ist das Leben viel einfacher, wenn man sich blind vertrauen kann. Ich spürte wie eine einzelne Träme meine Wange herunter lief. Bleib stark Asche! Du schaffst das! munterte ich mich selbst ein bisschen auf. Ich riss mich zusammen und mein Blick wurde wieder klarer. Kurz darauf sah ich hinter einem Gebüsch ein paar kleine weiße Blüten. Das muss dieses Kerbel sein, welches die Fremde meinte. Ich lief darauf zu und fand zwei Stängel davon die ich pflückte. Daraufhin entschied ich mich wieder zu unserem Treffpunkte zurück zu kehren, mehr würde ich hier nicht mehr finden. Hoffentlich hatte die Schwarz-Weiße genauso viel Glück wie ich.
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Nessel

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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mo Jul 03, 2017 11:40 am

Etwas Niedergeschlagen kehrte Nessel zurück, wobei sie dazu eigentlich gar keinen Grund hatte. Immerhin war der Kerbel nicht für sie selber. Kann mir doch egal sein, ob der Kater an seinen Wunden krepiert, überlegte sie still und war kurz über ihre Gleichgültigkeit erschrocken. Früher warst du nicht so kaltherzig. Sie entdeckte den schwarzen Kater mit einem Halm Kerbel im Maul auf sie zukommen und nickte ihm anerkennend zu. "Gut gemacht. Ich konnte leider nur vertrockneten -" ein plötzliches Platschen in der Nähe ließ die Schwarz-Weiße verstummen. Sie zuckte nervös mit dem Ohr und deutete dem Kater ebenfalls still zu sein. Mit ihrem Schweif peitschte sie in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war und schob sich langsam in das hohe Schilf. Auf der anderen Seite der Quelle entdeckte sie eine helle Kätzin, die gerade am Fischen war. Erleichtert seufzte Nessel auf. "Es ist nur eine Kätzin, Glück gehabt," flüsterte sie und sah nun fragend zu dem Schwarzen. Wie sollten sie darauf reagieren?

[angesprochen: Asche]
[erwähnt: Lotus]
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Lotus

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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mo Jul 03, 2017 1:01 pm

"Warum wäre ich dir denn aufgefallen? Sieht man denn andere Katzen hier nicht so oft, oder bin ich einfach besonders?", hakte sie leicht verschmitzt nach und meinte es natürlich nicht ernst. Der Kater schien offenbar genauso an ihr interessiert zu sein, wie sie an ihm. Lotus hatte schon lange keine neuen Katzen mehr getroffen und war sehr froh über die Abwechslung. Seine Erklärung schien plausibel und bei dem Kompliment nickte sie dankend mit dem Kopf. "Ich fische und jage seit ich klein bin, mein Vater hat meine Geschwister und mich sehr gefordert. Heute bin ich darüber froh, doch damals war es sehr anstrengend.", sprach die Kätzin und kurz hing sie ihren Gedanken an früher nach, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Kater schenkte. Dieser stellte sich gerade vor und mit einem Lächeln tat die Helle das nun auch: "Ich heiße Lotus, erfeut dich kennenzulernen, Schatten." Kurz überlegend blickte sie nun den Anderen an und wusste nicht ganz, wie viel sie ihm von ihren Reisegefährten und ihrem Ziel erzählen konnte. Doch vielleicht konnte er ihnen helfen, da er sich wahrscheinlich in der Umgebung gut auskannte und unter Umständen sogar etwas von dem 'flüsternden Schnee' wusste. Bevor sie jedoch darauf zu sprechen kam, wollte sie den Schwarzen etwas mehr kennenlernen. "Wie lange lebst du eigentlich schon hier?", fing sie schließlich mit einer harmlosen Frage an und erinnerte sich zugleich an die Katzen von vorhin. "Und wer waren die anderen, bei denen du vorher warst?" Möglicherweise bildeten diese Katzen auch eine Gruppe und jagten und lebten gemeinsam.

[angesprochen: Schatten]
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Minze

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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mo Jul 03, 2017 9:31 pm

„Hallo!", grüßte Minze die weiße Kätzin mit dem Namen Glanz freundlich zurück, als diese sich dazu gesellte. Es war wirklich eine Ewigkeit her, als sie das Trio zu Letzt gesehen hatte, da waren Schatten und Glanz etwas kleiner und jünger gewesen. Aus Schatten ist ein selbstbewusster junger Kater geworden und Glanz wurde auch immer hübscher. Minze war auf jeden Fall froh darüber, dass Schatten das Interesse daran verlor hier mit ihr kämpfen zu wollen, denn es war nicht ihre Art sich aus Spaß auf dem Boden zu wälzen, sie bekam dann immer den Dreck so schwer aus dem Fell. Jedoch würde sie das Fischen als super Training bevorzugen, da wird man ja nur nass und dies würde von allein wieder trocknen. „Das ist eine super Idee, Glanz!“ Miaute die Getigerte. Sie schaute Schatten noch schmunzelnd hinterher, als der Richtung Fluss verschwand und drehte sich dann zu Falke, „ist er immer so?“ Fragte sie lachend.
Plötzlich bemerkte sie die anderen Katzengerüche und schaute in die Richtung aus der sie kamen.

[Erwähnt: Glanz, Schatten, Falke]
[Angesprochen: Glanz, Falke]
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Asche
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mo Jul 03, 2017 11:34 pm

Als ich zu unserem Treffpunkt zurück kehrte war die schwarz-Weiße bereits da, leider sah es so aus als hätte sie keinen Kerbel gefunden. Dafür hatte ich ja zwei Halme gefunden, einen für sofort und den anderen für eventuelle spätere Verletzungen. Sie wollte wohl sagen, dass sie nur vertrockneten gefunden hatte hielt aber inne. Ein leises Platschen war in der Nähe zu hören. Was könnte das sein? Ich wollte wenigstens meine Wunden versorgen bevor ich mich wieder in den Kampf stürze. Die Fremde deutete mir die Richtung an aus der das Geräusch gekommen war. Bevor ich etwas sagen konnte schlich sie bereits durchs Schilf. Ich folgte ihr also leise bis sie wieder stehen blieb. Durch das Schilf konnte ich eine helle Kätzin sehen die im Wasser nach Fischen suchte. Es scheint hier also noch mehr Katzen zu geben. Vielleicht kann ich mich ja einer Gruppe anschließen. Das würde meine Überlebens-Chancen um ein vielfaches steigern. überlegte ich. Meine Nackenhaare, die sich unbewusst aufgestellt hatten, glätteten sich wieder und ich beruhigte mich. Die Schwarz-Weiße sah mich fragend an, als wollte sie eine Entscheidung von mir was wir tun sollten. "Sie sieht nicht gefährlich aus. Vielleicht sollten wir sie fragen ob hier in der Gegend noch mehr Katzen sind. Ich würde es aber vorziehen zuerst meine Wunden zu versorgen, nur für alle Fälle. teilte ich ihr meine Meinung mit. Ich wollte nicht schon wieder einen Schlag einstecken, zumindest nicht ohne mich wehren zu können.

[angesprochen: Nessel]
[erwähnt: Lotus]
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Di Jul 04, 2017 8:31 am

Nessel bemerkte, dass sich die Nackenhaare des schwarzen Katers aufgestellt hatten. Er war offensichtlich immer noch Willens sich zu verteidigen, sollte es zu einem Kampf kommen. Dann allerdings sagte er wieder mal etwas dummes. "Oh ja natürlich, lass uns einfach zu der Kätzin gehen und ihr erzählen, dass du schwer verletzt bist und gerne noch mehr fremde Katzen um dich herum hättest," zischte sie sarkastisch und rollte dabei mit den gelben Augen. Plötzlich kam ein dunkler Kater zu der Hellen und sie begannen sich zu unterhalten. Misstrauisch wanderte Nessels Blick weiter und sie erspähte noch mehr Fremde. "Okay ich habe genug gesehen, lass uns abhauen!" meinte sie und bohrte voller Unbehagen die schwarzen Krallen in den Boden. Das waren ihr viel zu viele fremde Katzen und dem Schwarzen traute sie zu, dass er sich gegen sie wenden würde, sollte sich eine passende Gelegenheit dazu ergeben.

[angesprochen: Asche]
[erwähnt: Lotus, Schatten, Minze, Glanz & Falke]
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Di Jul 04, 2017 7:39 pm

Mit einem abtuenden Schulterzucken nahm der Goldbraune hin, dass er die Anspielung seines Sohnes missverstanden hatte. Irgendwie hätte klar sein können, dass Schatten Minze als interessanten Fang betitelt hatte, doch was machte das schon? Ebenso tat Falke die Arroganz des Schwarzen ab. Wer arrogant sein konnte, hatte Selbstbewusstsein, und wer selbstbewusst war, wusste sich in der Welt zu behaupten.
Perfekt zu diesem Stichpunkt tauchte auch Glanz wieder auf, und begrüßte uns lächelnd. Falkes Blick wanderte von Minze zu seiner Tochter, und wieder zurück, als er abwägte. Da Schatten sich verabschiedet hatte, fiel der Plan mit dem Übungskampf ins Wasser, also war der Vorschlag der Weißen einwandfrei. "Na gut, dann also Fischen", stimmte der Goldbraune zu und überprüfte dabei unauffällig, was eigentlich so interessant war, dass Schatten sich von ihnen entfernt hatte. Als Falke die fremden Katzengerüche von mindestens drei Katzen, davon zwei aus einer anderen Richtung, aufspürte, und schließlich Schatten, der mit einer hellen Getigerten sprach, in sein Blickfeld geriet, verengte er die Augen. Die Katze war allein, und wenn sie seinen Sohn angriff, hätte sie keine Chance gegen bis zu vier Katzen. So, die anderen beiden noch. Diese waren weiter entfernt, Falke konnte sie nicht erspähen, dafür zogen ihre Gerüche mit dem sanften Wind direkt zu der kleinen Katzengruppe, die eigentlich Fischen wollte. Es mussten ein Kater und eine Katze sein, einer von ihnen hatte Wundgeruch im Pelz. Falke zuckte unbeeindruckt mit dem linken Ohr, als er sich wieder Glanz und Minze zuwandte, die beiden Fremden waren keine Bedrohung.
Bedacht trat Falke an den kleinen Bach heran, der sich durch das Gebiet schlängelte, und winkte die beiden Weibchen heran. "Achtet darauf, dass euer Schatten nicht aufs Wasser fällt", erklärte er in normaler Lautstärke, "dann wartet ihr, bis ein Fisch in die Reichweite eurer Pfoten gelangt, schlagt ihn raus und tötet ihn an Land." Da gab es nicht viel mehr zu sagen. Außer vielleicht, dass die Fische ganz schön zappelten, sobald sie außerhalb des Wassers waren, und dass man sehr schnell sein musste, sie zu töten, weil sie sonst in ihre Freiheit zurückkehrten. Und dass das Fischen in fließenden Gewässern um einiges schwieriger war, als in stehenden, weil man sehr viel schneller sein musste. Aber das sollten die beiden schön selbst herausfinden. Wenn Falke ihnen alles vorkaute, nahm er ihnen ja die Chance, selber Lösungen zu finden. Und Kreativität war wichtig für heranwachsende Katzen.
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Mi Jul 05, 2017 11:22 pm

Die schwarz-weiße Kätzin antwortete mir mal wieder nur sarkastisch und rollte mit den Augen. Langsam wurde es mir echt zu viel wie sie mit mir umging. Denkt sie ich bin dumm oder noch ein Junges das auf ihre Hilfe angewiesen ist? Ich wurde etwas grimmig und knurrte leise. "Ich will nicht noch mehr fremde Katzen um mich herum haben sondern erfahren wie viele es hier in der Umgebung noch gibt, damit ich vorbereitet sein kann. Und außerdem bin ich nicht schwer verletzt, sondern habe nur ein paar Kratzer." zischte ich der Fremden zu. Mir was sehr wohl bewusst, dass es nicht klug ist blindlings in eine andere Katze hinein zu laufen, aber nichts würde gegen eine normale Konversation sprechen um Informationen über ein Gebiet zu erhalten, welches ich nicht kenne. Als plötzlich ein anderer schwarzer Kater zu der fischenden Kätzin kam war das für mich das Zeichen doch nicht zu ihr zu gehen. Die Schwarz-Weiße hat es wohl auch bemerkt, denn sie sagte sofort dass wir besser abhauen sollten. Ich witterte noch weitere Katzen, die auf dem Weg zu uns waren und so stimmte ich zu. "Lass uns zurück zu der Ebene gehen." schlug ich vor und schlich mich durch das Schilf zurück bis ich in sicherer Entfernung war. Mit dem Kerbel im Maul machte ich mich auf den Weg zurück zu der Höhle der Fremden.

---> Die weite Ebene

[angesprochen: Nessel]
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Do Jul 06, 2017 9:10 am

Nessel war wütend, dass der Fremde offensichtlich nicht erkannte, dass er tatsächlich verletzt war und seine Verletzungen noch viel, viel schlimmer werden würden, wenn er sich nicht endlich schonte. Sie ignorierte seine Ausrede und folgte ihm stattdessen zurück aus dem hohen Schilf. Der Kater schlug vor zurück zur Ebene zu gehen, was sie lediglich mit einem angespannten Nicken bestätigte. Man kann Fremden nicht trauen! Sie nehmen einem alles, was einem wichtig ist! Nessel hatte wirklich Angst. Sie konnte oder wollte es nicht zeigen, wobei das Zittern ihrer Hinterläufe und das unruhige Peitschen ihres Schweifes eindeutige Anzeichen dafür waren. Erleichtert dieses Gebiet endlich zu verlassen lief sie hinter dem Schwarzen her und begann zu rennen, als sie außer Hörweite der anderen Katzen war.

-----> Die weite Ebene
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Fr Jul 07, 2017 11:17 am

Out: Entschuldige, aber irgendwie werden in letzter Zeit die Texte immer so lang^^...

In:
Als die Kätzin leicht verschmitzt nachhakte, warum sie mir denn aufgefallen wäre, unterdrückte ich mühsam ein amüsiertes Schnurren. Dabei fiel mir auf, dass meine Spannung langsam nach ließ und ich mich regelrecht dazu aufrappelte, wieder wachsamer zu sein. Doch die Streunerin schien freundlich und nun kamen auch Vater, Glanz und Minze zum Fischen an die Waldquelle nach, weshalb ich eigentlich keine Befürchtungen einging. Unauffällig warf ich Falke einen beruhigenden Blick mit einem leichten Lächeln zu, um zu signalisieren das alles ok war, ehe ich mich wieder an Lotus wandte. „Also um ehrlich zu sein treiben sich in dieser Umgebung sehr selten hübsche Kätzinnen allein rum, besonders solche die einem nicht gleich, bevor die ersten Worte gesprochen sind, die Krallen zeigen,“ erklärte ich und blickte sie faustisch an. Als die Cremefarbene nun erklärte, dass sie schon fischte und jagte seit sie klein war und ihr Vater sie wohl einem strengen Training unterzogen hatte, nickte ich verstehend, aber gleichzeitig stellte sich mir die Frage, ob das wohl Auswirkungen auf ihren Charakter gehabt hat. Ein Glück habe ich Falke als Vater, er kann einen so viel beibringen, würde einen aber auch nie dazu drängen, sodass sich jeder nach seiner eigenen Natur entfalten kann, dachte ich mich glücklich schätzend und warf meiner Familie kurz einen warmen Blick zu. Als sich mein Gegenüber daraufhin als Lotus vorstellte, schenkte ich ihr ein blendendes Lächeln und miaute:“Die Freude liegt ganz meinerseits, Lotus. Schöner Name übrigens, passt irgendwie gut zu dir.“ Da danach kurz Stille herrschte, fragte ich mich, was Lotus wohl gerade dachte und ob ich die freundliche, attraktive Kätzin nicht falsch einschätzte. Doch ich kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, da sie mich nun fragte, wie lange ich hier schon lebte und wer die Anderen waren, bei denen ich vorhin war. „In diesem Gebiet wohne ich nun schon so lange, wie ich mich erinnern kann. Also nicht genau hier, sondern hier an den meisten Orten jenseits der Berge, je nach dem wo es passt. Und bei den Katzen von vorhin handelt es sich einmal um meinen Vater, meine Schwester, sowie um eine gute Bekannte, mit der wir manchmal, wenn wir uns begegnen, Jagen oder Neuigkeiten austauschen,“ antwortete ich und versuchte meine Stimme so gleichgültig wie möglich klingen zu lassen, um Lotus, auch wenn sie das pure Gegenteil zu den mürrischen, protzigen und vor allem listigen Streunern zu sein schien, nicht merkte wie viel mir diese Katzen bedeuteten oder das ich sie mit meinem Leben verteidigen würde. Dabei bemerkte ich den Geruch von zwei weiteren fremden Katzen, empfand ihn aber nicht für relevant, da dieser schon wieder langsam verblasste. Um nun aber die Aufmerksamkeit von meinem Gesagten abzulenken, aber auch aus Neugier, wandte ich mich nun fragend an Lotus zu. „Aber was ist mit dir? Von wo kommst du? Du hast vorhin deine Familie erwähnt, wie kommt es dann dass du jetzt allein hier umher streifst?,“ ich hielt kurz inne, bevor ich mit einem schelmischen Grinsen hinzufügte,“ oder irre ich mich, was das allein umherstreifen angeht?“ Meine Trägheit war wie weggewischt und mit hellwacher Miene wartete ich erwartungsvoll auf die Antwort der Kätzin, an fischen war gar nicht mehr zu denken. Es tut mir leid Falke, aber heute ist das hier tausend mal spannender, als jeder Fisch in dieser Quelle.
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BeitragThema: Re: Waldquelle   Di Jul 11, 2017 5:41 pm

Als Lotus plötzlich ein Rascheln hörte und die Katzen von vorhin auftauchten, verfolgte sie deren Bewegungen mit wachem Blick. Doch diese interessierten sich offenbar nicht für sie und so glättete sie ihr Fell wieder. Auch wenn Schatten scheinbar freundlich gesinnt war, so wusste sie nichts über seine Gefährten. Der Kater ergriff sogleich wieder das Wort und bei seinem Kompliment entfuhr der Kätzin ein helles Lachen. "Du bist aber auch ein Charmeur. und danke, dein Name ist auch sehr passend.", stellte sie belustigt fest und ihre blauen Augen sahen ihn aufmerksam an, als er von sich zu erzählen begann. Seine Stimme war dabei sehr gleichgültig, doch Cremefarbene war sich nicht sicher, ob es ihm wirklich so egal war. Doch sie hakte nicht weiter nach - sie hatte nicht vor diese Verwandten zu treffen und war mehr an seinem Lebensstil interessiert. "Dein Leben scheint sehr spannend zu sein, ich wette du hast schon viel erlebt.", miaute Lotus und zuckte kurz mit dem Ohr, als er nach ihrer derzeitigen Situation fragte. Ein Zeichen, dass sie leicht unsicher war, was sie antworten sollte. Glücklicherweise wusste Schatten noch nichts über ihre verräterische Körpersprache und so begann sie vorsichtig zu sprechen. "Nunja, ich komme aus einem Stamm von einem Tal weit weg von hier, genauer gesagt aus den Nordbergen. Doch vor einiger Zeit hat ein Feuer unsere Heimat zerstört und die überlebenden Katzen mussten in die Berge flüchten. Da das aber kein Dauerzustand sein konnte - schließlich gibt es dort viele Gefahren - wurde eine Gruppe ausgesandt, um ein neues Zuhause zu finden. Ich meldete mich freiwillig und nun bin ich hier. Ich wollte für die anderen jagen und so habe ich dich getroffen, Schatten.", beendte die Kätzin ihre Geschichte und sah kurz auf ihre Beute, die sie eigentlich so bald wie möglich zu den Anderen bringen sollte. Doch irgendwie wollte sie noch nicht zurück, etwas hielt sie noch davon ab und ihr war nicht bewusst was.

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BeitragThema: Re: Waldquelle   Do Jul 13, 2017 6:24 pm

Ich legte meinen Kopf ein bisschen schief, als Lotus mich mit einem niedlichen Lachen einen Charmeur nannte. Die Wahrheit ist also nicht immer hässlich, sondern auch charmant, wenn man sie einfach so dreht, dass es einem in den Kragen passt? fragte ich mich und nickte mit einem amüsierten Grinsen, als die Helle meinte mein Name wäre auch sehr passend und mein Lebensstil spannend zu sein schien. "Wie man es nimmt. Ich habe ja nie eine andere Art zu leben als mit den gleichen Katzen und in der gleichen Umgebung kennengelernt, da kann ich das nicht so recht beurteilen," erwiderte ich schlichthin, aber mit einer kleinen Spur Sehnsucht. Herausforderungen, das Anpassen und das Umgehen mit dem Neuen hatte ich schon immer geliebt. Deshalb schaute ich umso interessierter mein Gegenüber an, als sie scheinbar bedacht von sich zu erzählen zu begann. Aufmerksam saugte ich jede Information auf, die sie mir gab und versuchte ihre Situation einzuschätzen. Das bedeutet, es gibt noch viel, viel mehr neue Katzen, die in einer großen Gemeinschaft zusammenleben? Wie sie das wohl regeln? Das Steuern einer riesigen Menge verschiedener Individuun und erst mal die Nahrungsbeschaffung..., mir schwirrten allerhand Fragen durch den Kopf und mit jedem Herzschlag wurde ich noch neugieriger. Seit dem Tod von Stern habe ich kein klares Ziel vor Augen. Ich weiss nicht was ich erreichen möchte und treibe von einem Tag zum anderen, es ist als liefe ich im Kreis. Und heute laufe ich einer Kätzin über dem Weg, die ein Leben lebt, welches Aufregung verspricht, ist dies vielleicht... meine Chance? Ich überlegte noch ein paar Minuten, doch als Lotus offensichtlich zum gehen neigte, war es Zeit zu handeln. Ich entgegnete entschlossen geradewegs den Blick von der Kätzin. "Lotus, ich will deine Gruppe kennenlernen. Ich möchte euch einen Teil meiner Frischbeute abgeben, da ihr vermutlich viele Mäuler zu stopfen habt und ich kann dir und den Katzen die guten Jagdstellen hier zeigen. Im Gegenzug dazu," ich überlegte und schaute kurz zu meiner Familie, ehe mir noch ein Licht aufging. Eine Übermacht an Katzen könnte für die nicht dazugehörigen ein Problem darstellen. Deshalb ist es logisch in dessen Aktivitäten einzusehen und ob das Eintreten dahin eine Möglichkeit bietet, obwohl ich das natürlich noch mit Schwester und Vater absprechen müsste. Aber wenn Falke wieder auf Reisen geht, brauche ich eine Absicherung für Glanz´ Schutz,"möchte ich deine Art zu leben kennenlernen.Bevor ich vielleicht mit meiner Familie eintreten möchte, fügte ich in Gedanken hinzu und ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen. "Sieh es als eine Art Angebot." Abwartend schob ich ihr von meinen zwei Mäusen und der Amsel, den Vogel und einen Nager ein bisschen näher heran und versuchte die Reaktion der attraktiven Kätzin zu deuten.

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