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 Zweibeinerdorf

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Ahorn
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BeitragThema: Zweibeinerdorf   Mi Apr 23, 2014 11:07 am

das Eingangsposting lautete :

Hier ist das RPG für das Zweibeinerdorf.

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Silence

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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   So Apr 03, 2016 4:02 pm

Die Antwort des Katers gab der Kätzin ein behaglicheres Gefühl, da sie nun annehmen konnte, dass sie sich nicht allzu bald in den Kampf würde stürzen müssen. Sie antwortete mit einem höflichen nicken. Die zweite Aussage des Katers stimmte sie dann allerdings doch etwas unbehaglich. Sicher, Scáth hatte mit seinen Worten recht, doch nur weil es nötig war, musste man sich noch nicht gleich in jeden Kampf stürzen. Oder? Die Schwanzspitze der Kätzin zuckte, als sie sich den Schweif um die Pfoten legte. Sie wusste nicht so recht, was sie darauf antworten sollte, da sie sich ziemlich sicher war, dass der Kater sie deswegen als schwach betrachten würde. Aber die weiße Kätzin wollte ihn natürlich auch nicht anlügen. Ihre türkisblauen Augen sahen den Kater an, doch in ihnen war nichts zu erkennen, außer dem stetigen Leid und der gleichzeitigen Eiseskälte. Silence atmete einmal tief ein, dann antwortete sie auf die Frage. "Ja, da hast du recht, aber ich denke, dass man sich nicht in jede Auseinandersetzung mit einmischen muss" Kaum hatte sie den Satz beendet, wurde ihr klar, wie arrogant ihre Worte klangen und sie fügte schnell hinzu: "Nicht, das ich jetzt jemanden kritisieren würde, es ist einfach nur meine Meinung" Verlegen drehte sie den Kopf weg. Na super, toll gemacht du Mäusehirn, ärgerte sie sich im stillen. Jetzt hast du auch noch deine letzte, positive Bekanntschaft zu nichte gemacht
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Silence

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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   So Apr 17, 2016 12:25 pm

Die weiße Kätzin wusste nicht, wie sie auf die Aussage weiter reagieren sollte. Aber die Kätzin hatte keine Gelegenheit mehr, sich für diese Worte zu Rechtfertigen, denn schon kam Six, die Schwester von Scáth auf die beiden zu. Aus ihrem Maul baumelte ein kleines Fellknäul, welches sie vorsichtig absetzte. Ihre Augen wurden weich, als sie das kleine Junge betrachtete. Doch ihre Freude wurde jäh unterbrochen, als die schwarzgetigerte Kätzin zu sprechen begann. Spielzeug? Silence Augen wurden sofort so kalt wie Eis, während sie innerlich verletzt war. War sie wirklich so unausstehlich? Ich bin niemandes Spielzeug, knurrte sie, bevor sie aufstand und ein Stückchen näher an das Junge trat. Die Kleine sieht hungrig aus, miaute sie leise, ließ aber auch eine leichte Besorgung in der Stimme erkennen. Ich denke ich sollte etwas jagen gehen Silence hob den Kopf und blickte Six in die Augen. Wenn sie sie nicht bei ihrem Bruder haben wollte, gut, aber dann konnte sie ja auch etwas nützliches tun.
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Sturm

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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Di Mai 10, 2016 4:21 pm

<-----Zweibeinerfriedhof

Die Worte von Six beruhigten mich sehr und als sie mich schließlich absetzte, war mein Puls wieder völlig normal. Neugierig blickte ich mich um. Wir befanden uns in einem mir mehr als bekannten Ort. Zweibeiner! Sofort lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Nie wieder wollte ich etwas mit ihnen zu tun haben. Zwei Katzen saßen uns gegenüber. Ein dunkler Kater, dessen muskulöser Körperbau an den von Six erinnerte, musterte mich ohne jegliche Emotionen und eine ebenso große, aber nicht ganz so muskelbepackte, weiße Kätzin mit stechend blauen Augen sah mich freundlich an. Ihr für kurze Zeit weicher Blick erinnerte mich an den meiner Mutter und für einen Moment fing mich dieser ein. Six Worte rissen mich von der Kätzin los. Sie meinte, dass dies fürs Erste mein zu Hause sei und stellte die Streuner vor. Der Kater, namens Scáth war ihr Bruder und die Kätzin nannte man Silence. Schüchtern nickte ich zur Begrüßung, wie meine Mutter es mir und meinem Bruder immer beigebracht hatte. "Mein Name ist Whisper.", stellte ich mich vor und wandte mich anschließend wieder zu Six, die mich nach meiner Familie gefragt hatte. Ich wollte darüber nicht reden, nicht jetzt und nicht vor den fremden Katzen, doch Six kannte meine Vergangenheit schon, also sah ich ihr so fest es ging in die Augen. "Ich hatte bei den Zweibeiner eine Mutter und einen Bruder.", begann ich stockend. Die Erinnerung an meine Familie schmerzte. "Meine Mutter starb einen Mond nach der Geburt von mir und meinem Bruder. Dieser verschwand kurz danach spurlos und meinen Vater habe ich nie kennengelernt. Ich habe keine Familie mehr." Tränen schossen mir in die Augen und ich fühlte mich trotz der Gegenwart von Six so einsam wie nie zuvor.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Sa Mai 21, 2016 1:24 pm

Nächster Tag

Silence wurde von einem Jaulen aus dem Schlaf gerissen. Das Gespräch mit Scáth und seiner Schwester Six hatte sie noch eine ganze Weile wachgehalten. Sie fragte sich, ob sie so eine erbärmchliche Erscheinung war, dass Six sie nicht anerkannte. Von der Größe her waren sie etwa gleich auf, was konnte Silence denn dafür, dass sie nicht so kräftig gebaut war. Sie erhob sich von ihrem improviesierten Nest und trottete auf die Lichtung hinaus. Die blauen Augen blinzelten ein paar Mal, bevor sie sich an die helle Sonne gewohnt hatte. Kaum konnte sie klar sehen, ergriff ihr Herz eine Schwere. Ihr Blick fiel auf Lynx, beziehungsweise auf den toten Körper der Kätzin. Sie wusste nicht, wer die Kätzin getötet hatte, doch sie war sich sicher, dass jemand eine ganz bestimmte Absicht damit verfolgt hatte. Sie trottete zu Douleur und ließ sich in einem höflichen Abstand zu ihm nieder. Sie nickte ihm zu, es war genau zu erkennen, dass sie den Verlust der Kätzin ebenfalls bedauerte. Doch heute würde es so weit sein und sie würden in den Kampf ziehen. Silence begann damit ihr Fell zu pflegen, solang die Versammlung noch nicht begonnen hatte, hatte sie dazu noch genug Zeit. Doch der Anblick ihres weißen Pelzes, zusammen mit dem Gedanken an den Tod, ließ die Erinnerung an den Tod ihrer Schwester hochkommen. Die große Kätzin hielt mitten in der Bewegung inne. Ihre Krallen bohrten sich in den Boden, als sie versuchte die Erinnerung zu verdrängen. Nicht jetzt!
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Sturm

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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Do Jun 02, 2016 5:35 pm

Six`Worte beruhigten mich sehr und ich fühlte mich nicht mehr ganz so alleine auf der Welt. Jemanden zu kennen, der versteht wie man sich fühlt, tat gut und ich sah ihr nur dankbar in die Augen. Es war die richtige Entscheidung aus dem Clan zu fliehen, denn dort hatte sich niemand für mich interessiert. "In Ordnung, ich bleibe bei euch! Vielen Dank!" Ihre letzten Worte nahm ich kaum war, denn schon wurde ich wieder hochgehoben und in einen dunklen Unterschlupf gebracht, wo ich auf der Stelle in weiches Moos gebettet einschlief.

Nächster Tag
Nach einem erneut wirren Traum erwachte ich durch die lockende Stimme von Six und den Duft eines mir unbekannten Beutetieres. Es war also kein Traum., stellte ich erleichtert fest und gesellte mich gestärkt zu der großen Kätzin, die mir immer noch wie ein helfender Engel erschein. Das graue Tier, das beinahe so groß war wie ich, verströmte einen leckeren Geruch und ich stürzte mich ohne ein Wort auf den Nager. "Was ist das?", nuschelte ich mit vollem Mund und sah zu Six auf. In ihren Augen entdeckte ich wilde Entschlossenheit, die ich insgeheim bewunderte.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Fr Jun 03, 2016 10:46 pm

Als eine Bewegung am Rand der Lichtung zu sehen war, hob die helle Kätzin den Kopf. Die Bewegung gingen vom Six aus, der Schwester von Scáth. Ein wenig unwohl legte Silence leicht die Ohren an. Gestern hatte Six keine besonders gute Laune gehabt. Würde sie heute wieder eine auf die Schnauze bekommen? Sie drehte den Kopf weg, als sie merkte das Six in ihre Richtung sah und tat so, als würde sie ihre Pfoten reinigen. Die Weiße zuckte ein wenig zusammen, als sie neben sich ein platschendes Geräusch hörte. Die hob den Kopf und erblickte eine Pfotenlänge von sich entfernt einen Goldfisch. Sie hob ihren türkis-blauen Blick zu Six, konnte ihre Überraschung allerdings nicht verbergen. Die getigerte Andere begrüßte sie zwar mit „Spielzeug“, dennoch wirkten die Worte freundlich und spielerisch gemeint. Silence wollte ihr gerade ebenfalls einen schönen Morgen wünschen, als die Grau-schwarze sich plötzlich zu ihr hinüberbeugte. Silence blickte Six an, als diese sich tatsächlich für ihr gestriges Verhalten entschuldigte. Die weiße Streunerin blinzelte ein paar Mal, als Six mit ihrer Rede fortfuhr. Six schien jedes Wort ernst zu meinen, was Silence nicht störte, bei ihrem letzter Satz jedoch, musste sie sich doch sehr zusammenreißen. Sie atmete etwas erleichtert aus, als Six davontrottete. Ihre blauen Augen blickten der getigerten Streunerin hinterher, als sie dachte, dass sie Scáth nie etwas tun würde. Sie mochte ihn gern, warum sollte sie ihm etwas tun? Silence schüttelte leicht den Kopf, als sie sich niederbeugte um den Fisch zu essen, welchen ihr Six freundlicherweise gegeben hatte. Während sie as, ließ sie den Blick über die Lichtung schweifen, in der Hoffnung, Scáth würde bald auftauchen. Er schein hier der einzige zu sein, der sie mochte.
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Sturm

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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Sa Jun 18, 2016 5:34 pm

So etwas wie Manieren kannte ich nicht und zum langsamen Essen war ich viel zu hungrig, weshalb ich trotz der gut gemeinten Aufforderung nicht mit vollem Mund zu sprechen Six antwortete: "Diese Ratten scheinen ja sehr gefährlich zu sein!" Mir fielen ihre spitzen Nagezähne und die unheimlichen Augen erst jetzt auf und ich kaute etwas gemächlicher auf der Beute herum. "Wenn ich groß bin, möchte ich auch so eine Ratte erlegen können!", murmelte ich leise, doch ich sah, dass sich die große Kätzin bereits an ihren Bruder Scáth gewandt hatte, der nun auch wach wurde und meinte, dass Douleur rufe. "Was ist los? Warum ruft er denn? Wollen wir etwa weg?", fragte ich mit gemischten Gefühlen, als Six sagte, ich solle schnell aufessen. Schnell schlang ich die Reste der Ratte herunter und trat zu der Getigerten hin, wo ich mich angesichts der fremden Katzen schüchtern an ihre Beine schmiegte und abwartete.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Di Sep 20, 2016 8:50 pm

Die weiße Kätzin strich an der kalten Mauer eines Gebäudes entlang, welche selbst der Sonnenschein nicht erwärmen konnte. Seit Beginn der Frühlings war Silence wieder allein unterwegs, da sie es bei ihren neuen Hausleuten nicht mehr ausgehalten hatte. Wenngleich sie sich nach dem Kampf mit dem EfeuClan nach der Wärme und Zuneigung eines Heimes gesehnt hatte, wo sie die kalte Jahreszeit hatte verbringen können, so sehr hatte sie auch ihre Freiheit zurück gewollt, nachdem der erste Schnee wieder geschmolzen war. Auch wenn sie dem Dasein der Hauskatze den Rücken gekehrt hatte, so wirkte die Kätzin doch gepflegt wie eh und je, ihr weißes Fell war ohne Flecken, keine Knoten verfilzten die langen Haare und ihr Pelz besaß einen wunderschönen Glanz. Ihre blauen Augen waren klar, und eiskalt, so, wie es immer gewesen war. Ohne große Anstrengung sprang die Kätzin auf die hohen Latten eines Holzzaunes, auf welchem sie entlang balancierte. Ihr Blick glitt über das Dorf, in welchem sich nichts zu regen schien. Ein Windstoß kroch durch das Fell der hellen Kätzin und legte für einen kurzen Augenblick die Narbe auf ihrer linken Wange frei, welche von dem Kampf als einzig sichtbares Merkmal zurückgeblieben war. Das Ziel der Kätzin war kein bestimmtes, wobei ihr der Wind einen Geruch zutrug, den sie glaubte von irgendwoher zu kennen. Mit einem eleganten Sprung ließ sie sich vom Zaun hinunter auf den Boden fallen, wo sie leicht den Mund öffnete, um den Duft besser aufnehmen zu können. Ihre schlanke, große Gestalt glitt fast geisterhaft durch die Schatten, als sie um eine Ecke bog und stehen blieb. Da vorn stand er. Auch wenn ihr letztes Zusammentreffen schon sehr lange zurücklag, erkannte Silence den dunkelgetigerten Kater sofort wieder. Ihre türkisfarbenen Augen lagen auf Scáth, als sie ihre Vorderpfoten ordentlich nebeneinanderstellt, während ihr Schweif langsam durch die Luft fuhr, dass das längere Schweifhaar sich sanft im Wind bewegte. Ihre Körperhaltung war aufrecht, die Ohren gespitzt, ihr Interesse an dem Kater war deutlich zu erkennen. Das weiße Fell leuchtete selbst im Schatten der Hausmauer, als Silence darauf wartete, wie er wohl reagieren würde sie zu sehen. Hoffentlich erinnert er sich noch an mich...
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Mi Sep 21, 2016 6:05 pm

Der Tag versprach, interessant zu werden. Das verwöhnte Hauskätzchen schien mit einer spitzen Zunge gesegnet zu sein. Gut. Ein Streit bringt Ablenkung. Die weiß-braune Katze antwortete abwesend irgendetwas von Autos, die sie schön fand. Ich wollte es gar nicht so genau wissen. Aitos waren Monster. Wie konnte man die Dinger, die meinen Vater auf dem Gewissen hatten, schön finden!? Grausam: Ja. Rücksichtslos: Ebenfalls ja. Aber schön? "Du wirst anders darüber gedacht haben, wenn man deine platt gewalzte Leiche vom Donnerweg kratzt.", erklärte ich trocken, aber trotzdem viel ausführlicher, als ich es normalerweise getan hätte. Worte waren kostbar. Sprach man zu viel, gab man zu viel von sich preis. Aber das naive Hauskätzchen durfte sich schon seine Gedanken machen. Dann konnte es vielleicht lernen, dass Monster nichts Schönes waren. Nachdem die Katze meine Frage beantwortet hatte, sprach ich mit rauer, vor Ironie triefender Stimme: "Du hast Recht. Streuner sind verdammt dazu, umherzukriechen. Nicht so wie ihr edles Hauskätzchen, dass auf dem Zaun zu seinem Garten sitzt und die Autos bewundern kann." Ich verdrehte die Augen, und sprang, noch während die Prinzessin mich nachahmte, auf den Zaun, nur wenige pfotenbreit von der nach Zweibeiner-stinkenden Katze entfernt. Während ich voller Abscheu in ihre Augen starrte, drehte ich meinen Kopf in ihre Richtung und miaute schließlich leise, aber dennoch gut verständlich: "Nur noch nie eine so vorlaute und dreiste." Ich stellte mit Genugtuung fest, dass es wie eine Drohung klang, und wandte mich ab. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, auf ihre Frage nach meiner Person und anderen Streunerin hier in der Gegend mit einem abfälligen Kommentar zu antworten, aber das Aufblitzen von weißem Fell im Schatten einer Mauer brachte mich von meinem Vorhaben ab. Ich kannte wenige Katzen mit strahlend-weißem Fell. Die meisten waren inzwischen tot, oder eben verschwunden. Den Katzen aus Troubles Streunerbande wünschte ich den Tod. Den ehemaligen Mitgliedern der Bande von Douleur gönnte ich letzteres. Ich balancierte zum nächsten Zaunpfahl, wobei ich mir nicht anmerken ließ, wie ungewohnt sich selbst diese geringe Höhe schon für mich anfühlte. Aber die Provokation des dreisten Kätzchens hatte einfach sein müssen. An meinem Ziel angelangt, wartete ich einen kurzen Moment, in dem ich mich überwand, mit einem großen Satz nach unten zu springen, und dann schnurstracks in Richtung Mauer zu laufen. Erst eine Schwanzlänge vor den klaren, türkisfarbenen Augen machte ich schließlich halt, und musterte Silence. Ihren Spitznamen verdiente sie immer noch, vielleicht sogar ein wenig mehr, als zu den Zeitpunkt, an dem wir uns kennenlernten. In meiner Erinnerung war sie kleiner, und bei ihrem jetzigen Erscheinungsbild fehlte ein Lächeln. Aber sonst wäre sie ja auch nicht 'die Kalte'. "Silence.", hob ich die Stimme und sah die Streunerin weiterhin unverwandt an, während sich ein kaum sichtbares Lächeln auf mein Gesicht schlich.
Dieser Tag versprach wirklich, besser zu werden.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Mi Sep 21, 2016 8:12 pm

Ihr blauer Blick lag weiter auf dem kräftigen Kater, als sie das Gespräch mit dem Hauskätzchen beobachtete. Sie verstand nicht genau, was die beiden Katzen sagten, da der Wind sich gedreht hatte und die Stimmen der Katzen so von ihr weggetragen wurden. Dennoch konnte sie sehen, wie genervt Scáth von dem jungen Hauskätzchen schien, welches ihm anscheinend Löcher in den Bauch fragte. Ein kurzes lächeln erschien auf dem Gesicht der weißen Streunerin, während sie leicht den Kopf schüttelte. Oft bewunderte sie die Naivität vieler Hauskätzchen, denen es nicht einmal in den Sinn kam vorsichtig zu sein, mit dem was sie sagten, oder fragten. Natürlich hatte eine solche Unbefangenheit auch sie einmal ergriffen, als sie selbst noch zu ihnen gehört hatte, doch nach vielen Blattwechseln des Streunerdaseins, hatte sie diese Eigenschaft abgelegt. Ihre Blick folgte ihrem ehemaligen Bandengefährten, als er das Hauskätzchen stehen ließ und zu ihr hinüber lief. Ruhig folgten die türkisfarbenen Augen seinen Bewegungen und dem abschließenden Sprung von der Mauer, bevor Scáth etwa eine Schwanzlänge von ihr entfernt Halt machte. Einen Moment lang war es still zwischen den beiden Katzen, wobei die schlanke Kätzin genau registrierte, dass der getigerte Streuner sie musterte. Aber sie konnte es ihm nicht verdenken, jetzt wo sie sich so lange nicht gesehen hatten. Sie war gewachsen, hatte inzwischen ihre volle Größe erreicht, welche durchaus Eindruck machen konnte, doch wie sie Scáth kannte, würde ihn das nicht besonders imponieren. Als er ihren Namen schließlich nannte, stellte sich das Nackenfell der Weißen auf, zudem erblickte sie auch die leichten Ansätze eines Lächelns auf seinem Gesicht, was sie dazu ermutigte, ihm ebenso eines zu schenken. "Scáth", miaute sie, wobei die Freue in ihrer Stimme deutlich zu hören war. Sie trat ein Stück an ihn heran, sodass sie nur noch eine Mäuselänge trennten. "Es ist schön dich zu sehen" Ihre blauen Augen funkelten, diesmal jedoch deutlich wärmer, da sie ihre Freude über dieses unverhoffte Treffen nicht wirklich unter ihrer sonst so kalten Maske verstecken konnte. Denn Silence freute sich wirklich den Kater wiederzusehen, den sie damals, selbst in der kurzen Zeit, welche sie miteinander verbracht hatten, doch recht gern gewonnen hatte und die Freude darüber, dass er sich noch an sie erinnerte, vermochte das Lächeln auf ihrem Gesicht noch wärmer zu färben. Er hatte sie nicht vergessen. Und sie ihn ebenfalls nicht.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Mo Okt 03, 2016 10:11 am

Ich musterte Silence weiterhin abwartend, nein, geradezu gespannt darauf, wie sie wohl reagierte und schmunzelte leicht, als die Kalte mein Lächeln zart erwiderte. Auch sie sprach mich mit meinem Namen an, und ihre Stimme bebte leicht - oder hatte ich mir das eingebildet? So oder so, Silence schien glücklich, mich, ihren alten Bekannten, wieder zu sehen. "Du rettest den Tag.", miaute ich nun ebenfalls offen lächelnd und betrachtete die große, schlanke Streunerin mit einem Blick, den früher, als mein Verhältnis zu Solas noch enger und vertrauter war, nur meine Schwester verdient hatte. Man konnte darin Anerkennung sehen, aber auch Vertrauen. Ich blinzelte leicht. "Schön, dich wieder zu treffen." Als Silence bis auf eine Prankenbreite an mich heran trat und es nun an ihr war, ihren musternden Blick über mich schweifen zu lassen, ließ ich mich schließlich nieder und bewegte den Schwanz ohne Nachzudenken leicht in der Luft. Das war zwar eine nervige Angewohnheit, aber früher nötig gewesen, damit Whisper nicht nach ihm schnappte, als sie noch jünger war. Die Frage, was die Streunerin seit unserer letzten Begegnung erlebt hatte, brannte mir auf der Zunge, aber ich blieb still sitzen und schwieg. Gesprochen hatte ich genug, jetzt war Silence wieder an der Reihe.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Di Okt 04, 2016 9:19 am

Die Worte des Katers, gepaart mit einem Lächeln, dem die große Weiße die Ehrlichkeit desselben deutlich entnehmen konnte, ließen das Herz der Kätzin kurz höher schlagen. Scáth schien sie ebenso positiv in Erinnerung zu haben, wie sie ihn, was Silence freute, denn auch wenn sie im Kampf auf der selben Seite gestanden und hin und wieder gemeinsam gekämpft hatten, hatten sie sich danach doch aus den Augen verloren, was die Weiße schade fand, da sie den getigerten Kater gerne näher kennengelernt hätte. Aber vielleicht hatte sie jetzt die Chance dazu. Genau erkannte Silence den Blick des Katers, in dem sie etwas neues erkennen konnte, etwas, was er ihr bis jetzt nur einmal gezeigt hatte und selbst da nicht so offensichtlich. Anerkennung. Das Nackenfell der Kätzin sträubte sich ein wenig vor Verlegenheit, dass der große Kater anscheinend von ihr beeindruckt war, da sie so etwas nie in ihrem Leben erwartet hatte. Und von Scáth schon gar nicht, welcher wohl einen guten Grund haben musste, um jemand anderen zu bewundern, so wie sie ihn kannte. Gleichzeitig war es aber auch die Freude darüber, dass sie im Blick des Streuners ebenfalls eine Art von Vertrauen erkennen konnte, die ihr Herz erneut zum Beben brachte. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass ihr jemand aus ihrer Vergangenheit so freundlich wieder begegnen würde.
Die weiße Kätzin lächelte den Kater weiter etwas verlegen an, als dieser sich niederließ. „Also ich weiß nicht, ob ich die Rettung des Tages bin“, miaute sie freundlich und gleichzeitig erheitert über die Worte ihres Gegenübers, bevor sie sich selbst in einer flüssigen Bewegung sanft auf den Boden gleiten ließ, so grazil, wie man es von ihr gewohnt war. Ihre türkisblauen Augen ruhten voller Neugier auf dem Kater, die Wärme in ihrem Blick wirkte sicher ungewohnt auf Scáth, der sicher nur die Kälte darin kannte, doch sie waren nicht mehr in der Streunerbande, wo man immer und permanent stark und unnahbar wirken musste. Das war Silence nicht. Was sich dennoch nicht geändert hatte, war die leichte Traurigkeit, die in ihrem warmen Blick umso mehr auffiel. Aber Silence vertraute Scáth, weshalb sie beschloss ihre Kühlheit für diesen Moment größtenteils abzulegen. Er würde ihr nicht wehtun. Für einen Augenblick herrschte zwischen den beiden Katzen wieder Stille, da keiner von beiden etwas sagen zu wollen schien. Silence war es eigentlich unangenehm, den ersten Schritt machen zu müssen, aber sie war voller Neugier, wie es ihrem alten Bandenkameraden ergangen war. „Wie geht es dir?“, erhob sie schließlich ihre sanfte Stimme, wobei sie leicht den Kopf schieflegte. „Du siehst...gut aus“ Ihre Schwanzspitze zuckte leicht, als sie etwas verlegen den Blick zur Seite wandte. Es lag ihr nicht Komplimente zu machen, aber sie meinte es so, wie sie es sagte.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Sa Okt 08, 2016 5:35 pm

Ich sah die Kalte immer noch an, konnte den Blick nicht von ihr wenden. Ich wollte die ganzen Eindrücke, die - immer noch - auf mich ein prasselten, aufsaugen und zu meinem alten, scheinbar überholten Bild von Silence hinzufügen. Ich verstand zum Beispiel nicht die Wärme in ihren dunklen, türkisblauen Augen. Hatte mein Gegenüber sich von dem einen auf den anderen Moment so sehr gewandelt? Gerade eben schien Silence noch so kalt und... nun, nicht direkt unnahbar, aber dennoch auf Abstand bedacht wie ich sie damals kennengelernt hatte. Und jetzt lächelte sie mich mit ihren großen Augen warm und gleichzeitig traurig an. Ich kannte die Trauer, die Kälte respektierte ich, dich die Wärme war mir nicht vertraut, aber trotzdem mochte ich sie. Ich spitzte aufmerksam die Ohren, als Silence zu sprechen begann, und wu derte mich erneut über ihre Verlegenheit. Hatte ich einen Fehler begangen, indem ich sie als "Rettung" bezeichnet hatte? Unschlüssig zuckte ich mit dem Ohr und erklärte ruhig: "Ich meine es so, wie ich es sage. Retterin." Meine Aussage und gleichzeitig auch das Thema beendete ich mit einem ehrlichen Lächeln. Dabei schweiften meine Gedanken kurz an das Hauskätzchen ab, das sich wohl noch immer die nicht vorhandenen Flöhe aus dem feinen Pelz schüttelte aus Sorge vor den Krankheiten, die es nun alle hatte. Außerdem dachte ich an Solas und Whisper, vor denen er tagtäglich floh, weil sie mein monotoner Alltag waren. Manchmal wünschte ich mir, meine Dankbarkeit offener zeigen zu können, doch ich war noch nie ein Kater der großen Worte. ich mein Bild von Silence entsprach nicht dm einer "Labertasche" wie etwa dem von Hope. Ich schätzte Katzen, deren Lebensinhalt nicht draußen bestand, zu reden, doch man traf diese Charaktereigenschaft häufiger bei Männchen als bei Weibchen an. Hope war die Ausnahme - Silence war die Ausnahme. Ich sah der glücklichen Traurigen in die Augen, als diese erneut sprach und mich nach meinem Befidn fragte. "Nicht gut, aber auch nicht schlecht.", miaute ich wahrheitsgemäß. Zumindest begann dieser Tag weniger eintönig und grau als die letzten paar Monden. Dieser Tag hatte gut angefangen, und ich würde alles dafür geben, dass er auch gut endete. Silence hatte inzwischen den Kopf leicht schief gelegt und miaute nun mit ihrer leisen, sanften Stimme, ich sähe gut aus. "Oh, ähm. Danke.", miaute ich perplex und sah Silence, die den Kopf abermals verlegen zur Seite wandte, an. "Und... gleichfalls. Du bist größer geworden, richtig?" Oh man, in was war ich da gerade hineingeraten? Obwohl ihre Worte mir schon irgendwie schmeichelten. Bis jetzt hatte mir noch niemand gesagt, dass ich gut aussah. Sagte man das zu alten Bekannten? Oder zu Freunden? Meine Pfoten kribbelten leicht bei dem Gedanken daran, dass Silence mich vielleicht für einen Freund hielt. Inzwischen war eine peinliche Stille eingetreten, die ich dann doch brechen wollte. "Hättest du Lust, zusammen zu Jagen?" Bah, wo kam das Zögerliche denn jetzt her? Unmöglich. Ich fühlte mich fast ein wenig wie ein Junges, das noch ohne Erfahrung durch die Welt tapste und überall dagegen stieß, weil es eben keine Ahnung von gar nichts hatte. Es war ein grauenvolles Gefühl. Dabei lag es sicher daran, dass Solas meine einzige Freundin war. Mit Blue hatte ich niemals so viel anfangen können, wie meine Schwester, und eigentlich fand man auch keine Freunde, wenn man  so misstrauisch wie ich durchs Leben ging. Dieses Zögerliche kommt also daher, weil ich nur eine Freundin habe, redete ich mir ein und blickte mein Gegenüber nun wieder voller Aufmerksamkeit an.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Do Okt 13, 2016 3:07 pm

Schon seit einer Weile hatte ich mich von meiner Schlafstätte erhoben und auf die Rückkehr meines Bruders, vielleicht sogar mit Frichbeute?, gewartet. Vergebens, wie ich merkte. Also schlich ich mich zwischenzeitlich raus und sah ihn mit einem Hauskätzchen reden, welches ziemlich aktiv und neugierig, ansonsten aber auch interessant wirkte. Das hält ihm also vom Jagen ab. Na Bruderherz, damit wirst du aber allein fertig werden müssen, ich gehe jetzt Frühstück besorgen, damit wir nachher gestärkt etwas zusammen machen können, dachte ich und war schon gutgelaunt, da ich mir schon seit einiger Zeit vorgenommen habe, einen Ausflug zur Hafenstadt plus nächtliche Übernachtung beim Monsterfriedhof, wie in den alten Tagen, zu machen. Langsam trottete ich zurück ins Nest und wusch mir den Pelz sorgfältig, eigentlich war mir dank meines Felles nicht warm und es war auch nicht dreckig, doch die Routine machts aus. Dann fiel mein Blick auf Whisper, welche für mich wie eine kleine Schwester war, seit wir sie gefunden hatten. Wir... ich und Kiba. Ich zuckte bei den Gedanken zusammen, der sandbraune Kater mit seinen leuchtenden Augen schlich sich wie eine Schlange in meinen Kopf und hielt meine Gedanken gefangen, wenn ich nicht aufpasste, wenn ich Emotionen zuließ. Zuletzt hatte ich mich ihn in der Schlacht gegenüber gesehen, hatte mich aber in der Gegend erkundigt, doch niemand hatte von ihm gehört. Ein kleiner Teil meines Herzens hoffte das es ihm gut ginge, doch der Großteil hatte zu viel Angst darüber nachzudenken, was wäre wenn es so wäre und lehnte strickt sein Überleben ab, weshalb der kleine Teil scheußlich zu schmerzen anfängt. Wenn das die Liebe ist, dann will ich sie nicht. Meist konzentrierte ich mich deshalb hauptsächlich darauf, morgens die Augen aufzumachen, meine Beine in Bewegung zu setzen und genug Nahrung für uns drei zu besorgen, damit ich mir keinen Kopf machen musste und in Form blieb. Mehr nicht. Wenn meine emotionale Beanspruchung nur um eine Winzigkeit anwuchs, wurde ich wütend und wenn ich wütend wurde, zerstörte ich vollkommen unschuldige Dinge, wie zum Beispiel die Beziehung zu meinen Allerliebsten, Whisper und Scáth. Erstere weckte ich nun mit einen sanften Rütteln an ihrer Schulter, während ich leise miaute:"Aufstehen, Faulpelz. Ich hol jetzt Frühstück und möchte dich danach putzmunter sehen, sonst setzts was." In meiner Stimme war der Scherz herauszuhören, obwohl ich es teilweise auch ernst meinte. Eigentlich ist Whisper schon seit zwei Blattwechseln im Alter, wo ich sie verjagen müsste, doch ich brachte es nicht übers Herz, jedoch wollte ich ihr Unabhängigkeit angewöhnen, falls ich und Scáth mal nicht mehr waren. Also erhob ich mich und plante schon den Tag, weshalb ich mich automatisch von meinen Pfoten führen ließ und kein großes Interesse für meine Umgebung aufbrachte.

---> altes japanisches Häuschen
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Fr Okt 14, 2016 9:23 pm

Ein leichtes Lächeln huschte über das Gesicht der Kätzin, als der Kater vor ihr das Kompliment zurück gab. Zudem sträubte sich ihr Nackenfell leicht. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er ihr ebenfalls ein Kompliment aufgrund ihres Aussehens machte. Natürlich war es höflich, selbiges zurückzugeben, aber Silence wäre es neu, dass Scáth so sehr auf einen höflichen Umgang achten würde. Als er sie darauf ansprach, dass sie wohl gewachsen wäre, hob sie den Kopf um an sich herunter zu sehen. "Gut möglich", antwortete sie den getigerten Streuner. "Es ist ja einiges an Zeit ins Land gegangen" Sie lächelte leicht bei ihren Worten, während sie ihm wieder ihre türkisen Augen zu wandte.
Dann herrschte wieder Stille zwischen den beiden alten Bekannten. Es war schwer ein Gespräch zu führen, wenn beide nicht wussten was sie sagen sollten. Silence war es noch nie passiert, dass sie jemanden aus ihrer Vergangenheit wieder getroffen hatte, weshalb sie nicht wusste, über was sie sich mit dem Kater unterhalten sollte. Scáth brach schließlich die Stille mit einem Angebot, bei dem die Kätzin die Ohren spitze. Jagen gehen? Die Helle sah ihn einen Augenblick an, bevor sie leicht nickte. "Natürlich, mit dem größten Vergnügen" Ihre Worte waren freundlich, und gleichzeitig etwas aufgeregt, ob seines Angebotes. Mit einer fließenden Bewegung bewegte sich ihr Schweif von ihren Pfoten wieder nach hinten, als sie sich erhob. Ein leichtes Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie den Anderen weiter im Blick hatte, darauf wartend, dass er den Weg führen würde. Es war sein Vorschlag, so würde sie auch ihm folgen.
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BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   So Okt 30, 2016 9:06 am

Ich betrachtete mit dem Anflug eines Lächelns die Reaktion der weißen Streunerin, in deren türiksfarbenen Augen deutlich die Verwirrung zu erkennen war. Natürlich wunderte sie sich, immerhin war ich nicht als jemand bekannt, der andere mit offenen Pfoten empfing und Höflichkeit und Anstand schätzte. Dafür gab es ja meine Schwester, die beispielsweise Whisper nur allzu gerne hatte aufnehmen wollen. Ich hasste es, dass sie damit durchgekommen war, die graugetigerte Streunerin lag uns nur noch auf der Tasche. Natürlich konnte sie selbst jagen, alt genug war sie ja schon, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Solas sie nur behielt, weil irgendeine sentimentale Erinnerung daran hing. Silence Worte holten mich in die Gegenwart zurück, und ich nickte leicht. Es war wirklich viel Zeit vergangen, seit sie und ich uns kennengelernt hatten. Ich wünschte fast, damals mehr Zeit gehabt zu haben, denn eigentlich wusste ich immer nich nichts von der Kalten, außer eben ihren Namen, und ihre bewundernswerte Art und Weise, sich den Respekt von anderen Katzen zu verdienen. Mein nachdenklicher und zugleich neugieriger Blick traf ihren türkisenen, und es herrschte Stille. Gespräche waren einfach nicht mein Ding, und dass ich zu diesem Zeitpunkt immer noch perplex über ihr Kompliment war, machte es nicht unbedingt besser. Ich betrachtete die fließenden Bewegungen der Streunerin, als sie sich auf ihre Pfoten erhob, nachdem sie meinem Vorschlag, jagen zu gehen, zugestimmt hatte, und erhob mich nun ebenfalls. Meine Pfoten kribbelten leicht von der morgendlichen Kälte des Bodens, als ich Silence schließlich mit dem Schweif zuschnippte und in einem gemütlichen Tempo in eine noch unbestimmte Richtung tappte. Ich war schon lange nicht mehr so froh gewesen, und es war noch ja nicht einmal Sonnenhoch. Was für ein schöner Tag! War das Schicksal? Nein, so etwas gab es gar nicht. Ich war nur zum richtigen Zeitpunkt aufgestanden und hatte die richtige Entscheidung getroffen. Ob Silence am Ende an eine höhere Macht glaubte? Als ich an einem Donnerweg stehen blieb, weil von beiden Seiten Monster heranbrausten, betrachtete ich die Kalte erneut nachdenklich. Nein, vermutlich nicht. Silence war realitätsnah, sie glaubte sicher nicht an höhere Mächte, im Gegenteil zu den Clankatzen. Meine Nachforschungen über die Clans hatten an dem Punkt aufgehört, an dem ich erfahren hatte, dass diese Verrückten geradezu besessen von der Idee waren, ihre Toten könnten leben. Man vergrub die Toten doch, wie sollten sie dann, unter der Erde, weiterleben? Was für ein Widerspruch.

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Silence

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Weiblich Clan : Streunerin
Besondere Merkmale : ihre türkisfarbenen Augen; ihre Größe

Lebensleiste
übrige Gesundheit:
15/15  (15/15)
Hunger:
3/3  (3/3)

BeitragThema: Re: Zweibeinerdorf   Di Nov 01, 2016 8:49 pm

Die helle Kätzin betrachtete den Kater, welcher ihr ein Nicken schenkte und dann die Führung übernahm, welche sie ihm gern überließ. Ihre Pfoten folgten dem Getigerten leise, während sie ihren kühlen, blauen Blick über die Landschaft streifen ließ. Es war recht warm, was der Kätzin zusagte, da ihr Fell von Natur aus eher dünn war, deshalb sie mit warmen Temperaturen sehr viel besser zurecht kam, als mit kühlen. Die Weiße hielt sich neben Scáth, welcher sicher wusste, wohin er zum jagen gehen wollte. Sie hatte keinerlei Ansprüche, was das Jagdrevier betraf.
Am Rand des Donnerwegs blieb die Streuerin stehen. Wann immer diese vorüber eilten zerzauste der Wind, der neben diesen herjagte, das helle Fell der Kätzin welche leicht die Nase rümpfte. Den Geruch von Donnerwegen war sie zwar gewöhnt, aber so nah dran war es dennoch ein sehr unangenehmer Geruch, der sich in ihrer Nase festsetzte. Leicht schüttelte Silence den Kopf, bevor sie ihrem Jagdgefährten über die schwarze Oberfläche folgte. Der Stein fühlte sich komisch an unter ihren Pfoten, warm und irgendwie klebrig. Doch sie beklagte sich nicht, was wäre nicht ihre Art. Still blieb sie an Scáths Seite, die Blicke die ihr der Kater zuwarf entgingen ihren scharfen Augen nicht. Über was er wohl nachgrübelte? Sicher über eine gute Jagdstrategie, dachte die Weiße im Stillen, während sie ihre Pfoten weiter trugen.

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